Lage und Weinbau
Rimbach ist ein Ortsteil der Stadt Volkach im Landkreis Kitzingen in Unterfranken, Bayern, und liegt am nordöstlichen Rand des Landkreises nahe der Grenze zum Landkreis Schweinfurt. Die Weinbauflächen umfassen etwa 10 Hektar und gehören zum nahe gelegenen Landsknecht. Eine eigenständige Weinbergbezeichnung besteht nicht; auf dem Etikett erscheint die Bezeichnung Rimbacher Landsknecht, während die zuständige Lage als Obervolkacher Landsknecht geführt wird.
Geschichte und Landschaft
Rimbach wurde nach den Informationen der Stadt Volkach erstmals 906 erwähnt. Das Weinbaugebiet liegt an einem bis etwa 242 Meter ansteigenden Hügel. Der Weinberg Alte Satz befindet sich außerhalb der zusammengelegten Hauptweinbergsfläche im Flurstück Zum Brücklein und wurde 1835 angelegt.
Der Alte Satz
Der Alte Satz ist eine erhaltene historische Mischpflanzung mit mindestens zehn älteren Rebsorten und mehreren neueren Kreuzungen. Dazu gehören unter anderem Weißer Elbling, Grüner und Blauer Silvaner, Gewürztraminer, Riesling, Gutedel, Gelber Muskateller, Burgunderreben und Müller-Thurgau. Der Weiße Elbling macht mehr als die Hälfte der dokumentierten älteren Sorten aus. Der offen nach Südwesten ausgerichtete Weinberg ist anfällig für Winter- und Frühjahrsfröste; 1985 kam es zu einem größeren Verlust durch Winterfrost.
Der Boden besteht überwiegend aus Lettenkeuper mit Oberem Muschelkalk und ist tiefgründig, schwer und fest. In etwa einem Meter Tiefe treten Steinschichten auf. Das lokale Makroklima ist kontinental mit maritimen Einflüssen, einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von etwa 9 °C und einem Jahresniederschlag von ungefähr 580 Millimetern.
Bewirtschaftung und Wein
Der Alte Satz blieb von den örtlichen Flurbereinigungsmaßnahmen ausgenommen und wurde von mindestens vier Generationen der Familie Hufnagel bewirtschaftet. Die historische Erziehung mit drei Holzpfählen nach fränkischer Kopferziehung wurde 1952 und 1970 schrittweise auf Drahterziehung umgestellt. Extensive Bodenbearbeitung, zeitweilige natürliche Begrünung sowie die Düngung mit Stroh, Kompost und Dünger prägen die Bewirtschaftung; früher wurden Mist und Trester verwendet.
Die unregelmäßigen, gebogenen Reben und schräg stehenden Pfähle machen eine maschinelle Lese unmöglich, daher werden die Trauben von Hand geerntet. Der Wein wird als Feldverschnitt ausgebaut und zeigt fruchtige, kräuterartige und florale Noten sowie einen mineralischen Charakter. Historisch reifte er in Holzfässern; seit 1970 wird er von der Familie in Flaschen abgefüllt.