Lage und Topografie
Glöck ist eine Einzellage in Nierstein in Rheinhessen am südlichen Ende des Roten Hangs. Die nach Süden bis Südosten ausgerichtete Lage befindet sich auf etwa 80 Metern Höhe und weist eine Hangneigung von 30 Prozent auf. Eine alte Steinmauer umschließt das Gelände vollständig; Glöck wird daher als Clos-Lage beschrieben.
Boden und Mikroklima
Der Boden besteht aus feinem Lösslehm und wird regional als Löss-Pararendzina mit lehmigem Schluff beschrieben. Der Rhein und die umschließende Mauer prägen das Mikroklima. Die Mauer schützt vor Wind und dient zugleich als Wärmespeicher.
Rebsorten und Weine
Für Glöck sind Riesling und Spätburgunder klassifiziert. Das traditionelle Pflanzverhältnis beträgt etwa zwei Drittel Riesling und ein Drittel Spätburgunder. Dokumentiert ist eine selektive Handlese beider Rebsorten. Die Rieslinge werden als fruchtig und lagerfähig beschrieben; zudem zeichnen sie sich durch Fruchtigkeit und Mineralität aus.
Geschichte und Klassifikation
Das Weinbaugebiet unterhalb der Kirche ist bereits 1406 als Bergwingert belegt. Der heutige Name steht im Zusammenhang mit der Kirche St. Kilian und ihren Glocken. 1925 wurde die Lage an die hessische Staatsdomäne verkauft und wird heute von der Staatlichen Weinbaudomäne Oppenheim bewirtschaftet. Glöck ist beim VDP als VDP.GROSSE LAGE® mit einer klassifizierten Fläche von 1,97 Hektar geführt.