Lage und Landschaft
Ohlsbach erstreckt sich von der Kinzig-Aue und der unteren Terrasse entlang des Ohlsbach-Tals nach Nordosten bis zur Quelle des Tals. Die Gemeinde gehört zu den naturräumlichen Einheiten der Offenburger Rheinebene, der Täler des Nordschwarzwalds und des Mittleren Schwarzwalds. Das Höhenprofil reicht von etwa 158,3 bis 668,3 Metern. Das Dorf liegt im vorderen Talbereich auf dem Schwemmfächer des Ohlsbachs.
Geologie und Mikroklima
Die unteren Hänge am Talausgang sind von Löss und Lösslehm bedeckt. Weiter talaufwärts kommt Granit mit teilweise porphyrischen Gängen vor. Das vordere Kinzigtal wird vom kühlen Kinzigtäler Nachtwind beeinflusst, der im Zusammenspiel mit hohen Temperaturen ein lokales Mikroklima prägt.
Weinbau in Ohlsbach
Die lössbedeckten Hänge am Ausgang des Ohlsbach-Tals sind mit Obstgärten und Weinbergen bepflanzt. Vor der Reblaus-Epidemie bewirtschafteten in Ohlsbach ungefähr 100 Winzer mehr als 90 Hektar Reben. Ohlsbach gehört im badischen Weinbaugebiet zum Bereich Ortenau und zur Einzellage Kinzigtäler. In der Ortenau zählen Riesling und Spätburgunder zu den führenden Rebsorten.
Weinbauliche Einordnung
Baden ist Deutschlands einziges Weinbaugebiet der EU-Weinbauzone B. Für Qualitäts- und Prädikatsweine gelten dort höhere Mindestmostgewichte als in anderen deutschen Weinbaugebieten.
Geschichtliche Entwicklung
Ohlsbach wurde um 1235 erstmals erwähnt. Ab 1402 gehörte der Ort zur Stadt Gengenbach, wurde 1803 Teil Badens und 1806 von Gengenbach getrennt.