Lage und Landschaft
La Aguilera ist eine Ortschaft der Gemeinde Aranda de Duero in der Provinz Burgos, Kastilien und León, und liegt im Gebiet der Ribera del Duero. Der Ort befindet sich auf etwa 842 Metern Höhe. Die Landschaft der Region wird von sanft gewelltem Gelände, Zwischenstromhügeln, Flusstälern und Terrassen am Duero und seinen Nebenflüssen geprägt.
Klima und Böden
In der Ribera del Duero herrscht ein kontinental geprägtes Mittelmeerklima mit atlantischem Einfluss. Heiße, trockene Bedingungen, starke jährliche Temperaturschwankungen und eine erhebliche Frostgefahr während des Vegetationszyklus kennzeichnen das Gebiet. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge im nahe gelegenen Aranda de Duero beträgt 435 Millimeter; während der Reifezeit sind Tag-Nacht-Unterschiede von etwa 15 bis 20 Grad Celsius üblich.
Das Becken besteht überwiegend aus tertiären schluffigen und tonigen Sanden mit wechselnden Kalkstein-, Mergel- und Kreideschichten. Die Böden sind im Allgemeinen basisch und arm an organischer Substanz.
Weinbau und Weine
Der Weinbau ist in La Aguilera neben Getreideanbau und Viehzucht eine etablierte landwirtschaftliche Tätigkeit. Für Weine der Ribera del Duero sind Tempranillo, Cabernet Sauvignon, Garnacha Tinta, Malbec, Merlot und Albillo Mayor zugelassen. Tempranillo ist die wichtigste rote, Albillo Mayor die wichtigste weiße Rebsorte.
Das Gebiet erzeugt junge Weiß-, Rosé- und Clareteweine sowie Rotweine und gereifte Weine. Die Vorgaben für Rotweine verlangen mindestens 95 Prozent zugelassene rote Rebsorten, darunter mindestens 75 Prozent Tempranillo, Tinto Fino oder Tinta del País. Weißweine müssen mindestens 75 Prozent Albillo Mayor enthalten. Für Crianza, Reserva und Gran Reserva gelten festgelegte Mindestzeiten für den Ausbau im Eichenfass und in der Flasche.
Geschichte
In La Aguilera befindet sich das Santuario de San Pedro Regalado, das mit den Franziskanischen Rekollekten verbunden ist. Nach einem Brand im Jahr 1699 wurde das Äußere 1706 wiederaufgebaut. Die Weinkultur der weiteren Ribera del Duero ist seit mehr als zweitausend Jahren dokumentiert; archäologische Hinweise auf Weinkonsum stammen unter anderem aus der vorrömisch-römischen Siedlung Pintia.