Geografische Lage
Die Weinlage Pilgerberg liegt auf den Hängen oberhalb des linken Moselufers im Ortsbereich von
Igel (Anbaugebiet Mosel, Teilbereich Obermosel), westlich von Trier und nahe zur luxemburgischen Grenze. Die Rebflächen befinden sich auf Hangterrassen und geneigten Flächen zwischen dem Flusstal und den Plateauhöhen; die Tallage der Mosel wirkt dabei temperaturausgleichend.
Besonderheiten des Terroirs
Der Untergrund der Obermosel besteht hier überwiegend aus Oberem Muschelkalk (Trias). Daraus entwickeln sich flach- bis mittelgründige, steinige, kalkreiche Böden (Rendzinen und kalkhaltige Lehmböden) mit guter Drainage und moderater Wasserspeicherfähigkeit. Der hohe Kalkgehalt begünstigt eine ausgeprägte Säureausprägung in den Weinen und unterstützt eine klare, geradlinige Aromatik. Die kargen, steinreichen Partien führen tendenziell zu geringeren Wuchsstärken und kleinen Trauben.
Klimatische Bedingungen
Das Moseltal bietet ein mildes, von der Flusslage geprägtes Klima mit langer Vegetationsperiode. Die Hänge oberhalb des Flusses profitieren von guter Sonneneinstrahlung; die Mosel puffert Temperaturspitzen, mindert Spätfrostgefahr und fördert eine gleichmäßigere Reife. Kühle Nächte sichern die Säureerhaltung. Auf flachgründigen Kalkböden können in trockenen Sommerphasen Wasserstress und damit niedrige Erträge auftreten.
Typische Charakteristika und Rebsorten
Auf kalkgeprägten Obermosel-Böden zeigen die Weine in der Regel eine straffe Säure, klare, eher kühle Frucht und eine ausgeprägt trockene Stilistik; sie eignen sich häufig auch als Grundweine für Sekt. In und um Igel sind traditionell Elbling sowie Burgundersorten verbreitet: Auxerrois, Weißburgunder und Grauburgunder; daneben finden sich Chardonnay und in wärmeren Teilstücken auch Spätburgunder. Riesling spielt an der Obermosel eine untergeordnete Rolle. Für den Pilgerberg ist daher vor allem mit Elbling und Burgundersorten aus kalkreichen Lagen zu rechnen, mit betonter Säurestruktur und mineralisch-kalkigem Eindruck im Mundgefühl.