Bad Bellingen in Baden
Bad Bellingen liegt im Markgräflerland am Oberrhein, zwischen Freiburg und Basel, nahe der Grenzen zu Frankreich und zur Schweiz. Die Gemeinde gehört zur Weinregion
Baden und profitiert von der Lage zwischen Rheinebene und den westlichen Ausläufern des Schwarzwalds.
Geografische Lage
Die Weinberge von Bad Bellingen liegen auf sanften Hügeln über der Rheinebene, meist mit Süd- bis Südwestexposition. Der Oberrheingraben wirkt als Wärmespeicher, während die höherliegenden Lagen für Luftbewegung sorgen. Die Böden bestehen überwiegend aus Löss und lösslehmigen Auflagen mit kalkhaltigem Untergrund (u. a. Muschelkalk), lokal auch aus steinigeren, gut drainierten Partien. Diese Kombination begünstigt Reife, liefert zugleich Struktur und lässt Reben auch in warmen Jahren ausreichend Wasser finden.
Klima und seine Auswirkungen auf den Weinbau
Das Klima ist warm und sonnenreich, mit langen Vegetationsperioden und vergleichsweise geringen Niederschlägen. Die geschützte Lage im Oberrheingraben unterstützt eine zuverlässige Reife selbst spätreifender Sorten. Die Wärme führt in der Regel zu moderater Säure und reifem Fruchtprofil; kalkhaltige Böden können zusätzliche Spannung und eine feine salzige Note einbringen. In trockenen Sommern ist ein angepasstes Wassermanagement wichtig, während milde Winter und frühe Frühjahre die Austriebsdynamik beschleunigen können.
Rebsorten und Weincharakter
Im Markgräflerland und damit auch in Bad Bellingen ist Gutedel (Chasselas) prägend: meist leichte, geradlinige Weine mit zarter Frucht und milder Säure. Daneben sind Burgundersorten verbreitet: Spätburgunder (Pinot Noir) für rote und roséfarbene Weine, sowie Weißburgunder und Grauburgunder für körperreiche, dennoch ausgewogene Weißweine. Müller-Thurgau (Rivaner) ist ebenfalls vertreten. Typisch sind reife, klare Fruchtaromen, moderate Säure und – je nach Boden – eine feine mineralische Kontur; Spätburgunder zeigt häufig rotbeerige Frucht und feinkörniges Tannin, Gutedel eine subtile Nussigkeit.
Historisches
Der Weinbau im Markgräflerland ist seit dem Mittelalter dokumentiert und war eng mit den Markgrafen von Baden und kirchlichen Grundherrschaften verbunden. Bad Bellingen entwickelte sich ab der Mitte des 20. Jahrhunderts zusätzlich als Kurort: 1956 wurden Thermalquellen erschlossen; 1969 erhielt der Ort die Bezeichnung „Bad“.
Weinlagen
Vineyards from Bad Bellingen