Der Pinot Noir begeistert in der Nase mit einer eleganten Fruchtkomposition aus Sauerkirsche, Jostabeere und Preiselbeere. Am Gaumen zeigt er sich vielschichtig, mit großem Reifepotenzial und einer bemerkenswerten, finessenreichen Länge.
| Alkohol | 13,0 % | |
| Jahrgang | 2020 | |
| Volumen | 0.75l | |
| Weingut | Weingut Martin Waßmer | |
| Rebsorte | Pinot Noir | |
| Lage | Maltesergarten | |
| Ort | Buggingen | |
| Anbaugebiet | Baden | |
| Land | Deutschland | |
| Eingelagert | 27.02.2025 |
Die Bezeichnung Heitersheimer Maltesergarten ist rund um Heitersheim im Markgräflerland dokumentiert. Sie umfasst auch Parzellen in den Gemarkungen Heitersheim und Gallenweiler. Als Einzellage gehört der Heitersheimer Maltesergarten zur Großlage Lorettoberg. Der Name steht im Zusammenhang mit ehemaligen Ländereien des Malteserordens rund um Heitersheim. Daneben ist in Buggingen eine Bezeichnung Bugginger Maltesergarten dokumentiert.
Für den Heitersheimer Maltesergarten werden eine mittlere Jahrestemperatur von 10 bis 11 °C und ein Jahresniederschlag von 750 bis 850 mm angegeben. Kühlende Nachtwinde aus dem Schwarzwald erreichen die Weinlage. Rund 80 Prozent der Fläche weisen eine sanfte Neigung von 0 bis 20 Prozent auf; die Ausrichtung ist überwiegend südlich bis südwestlich. Das Relief wird als sanft bis deutlich gewölbt beschrieben. Die Böden bestehen aus Löss und Lösslehm, darunter tiefgründige, kalkreiche Lössböden.
Aus dem Maltesergarten sind Gutedel (Chasselas), Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder dokumentiert. Für den Bugginger Maltesergarten sind zusätzlich Gewürztraminer und Ruländer belegt. Zu den dokumentierten Weinen zählen trockener Weißburgunder und trockener Spätburgunder. Der Spätburgunder stammt aus alten Reben und ist als Qualitätswein ausgewiesen.
Die von Walz bewirtschafteten Weinberge werden nach Richtlinien des ökologischen Landbaus ohne synthetische Dünger und chemischen Pflanzenschutz kultiviert. Für einen Spätburgunder wurden Trauben aus alten Reben selektiv gelesen, von Hand geerntet und bei sehr niedrigen Erträgen gewonnen. Bei einem dokumentierten Weißburgunder reiften 20 Prozent des Weins zwölf Monate in Tonneau-Fässern. Der genannte Spätburgunder wurde mit sehr wenig Holzausbau gereift.
Das Weingut Martin Waßmer liegt in Bad Krozingen-Schlatt im Markgräflerland in Baden. Die Lage im Südwesten Deutschlands befindet sich nahe der Grenzen zu Frankreich und der Schweiz. Zu den bewirtschafteten Weinbergen gehören unter anderem der Schlatter Maltesergarten, der Staufener Schlossberg, der Ehrenstetter Ölberg und der Auggener Letten.
Der Schlatter Maltesergarten erhält laut Weingut durchschnittlich fast sechs Sonnenstunden täglich; nachts strömt kühle Luft aus dem Schwarzwald ein. Dort prägen Kalkstein mit Lehm- und Lössauflage die Böden. Der Ehrenstetter Ölberg weist ebenfalls von Lehm und Löss bedeckte Kalksteinböden auf, während der Auggener Letten Mergel, Kalkstein, Konglomerat und Lettenböden umfasst.
Der Weinbau in Schlatt ist erstmals für das Jahr 1298 dokumentiert. Das Weingut erzeugt seit 1997 eigene Weine. Die Weinberge umfassen Reben mit einem Alter von bis zu 40 Jahren. Einige Parzellen sind mit 10.000 bis 12.000 Reben je Hektar bepflanzt; der durchschnittliche Ertrag des Weinguts liegt bei 40 hl/ha.
Der Anbau wird als naturnah und schonend beschrieben. Die Trauben werden von Hand gelesen, im Weinberg selektiert und sortiert, bevor sie in den Keller gelangen.
Zu den dokumentierten Rebsorten gehören Spätburgunder, Weißburgunder, Grauburgunder, Chardonnay, Gutedel, Sauvignon Blanc, Riesling, Gewürztraminer, Syrah und Frühburgunder. Der Stil ist nach Angaben des Weinguts von Burgund beeinflusst und zugleich eigenständig im Markgräflerland verankert.
Die Weine werden in Gutswein, Selection, Lagenwein und GC aus ausgewählten Spitzenlagen eingeteilt. Für Gutswein gilt ein Höchstertrag von 55 hl/ha, für Selection und Lagenwein 35 bis 40 hl/ha sowie für GC-Auslesen 20 bis 25 hl/ha.
Für SW- und GC-Weine nutzt das Weingut spontane Gärung und den Ausbau in Barriques oder Fässern aus burgundischer Fertigung. Ausgewählte Rotweine vergären spontan in offenen Holzstanden, mazerieren langsam und reifen bis zu 18 Monate in Barriques. Das 2016 eröffnete Press- und Kellergebäude verfügt für junge Gutsweine über Edelstahltanks.