Lage und Einordnung
Vogelsang ist eine Weinbergslage in Neustadt an der Weinstraße in der Pfalz. Die nach Süden ausgerichtete Lage befindet sich am Ausgang des Neustadter Tals und weist dadurch deutliche Unterschiede zwischen Tag- und Nachttemperaturen auf. Christmann gibt die Höhenlage mit 160 bis 280 Metern, die durchschnittliche Hangneigung mit 25 Prozent und einzelne Abschnitte mit bis zu 50 Prozent an.
Boden und Klassifikation
Der Weinberg steht auf Muschelkalk, der laut Christmann mehr als 200 Millionen Jahre alt ist und beim Absinken des Oberrheingrabens freigelegt wurde. Die Stadt Neustadt etablierte Vogelsang 2018 als neue Einzellage und ordnete sie der Sammellage Meerspinne zu; die kommunale Bekanntmachung nennt eine Fläche von 9,7 Hektar. Im VDP-Profil sind 8,52 Hektar klassifiziert. Vogelsang ist als VDP.GROSSE LAGE® eingestuft, die klassifizierten Rebsorten sind Riesling und Spätburgunder.
Reben und Bewirtschaftung
Christmann bewirtschaftet 2,7 Hektar in Vogelsang. Riesling nimmt den größten Teil der Flächen ein, besonders in den höheren Bereichen und Terrassen; dort stehen unter anderem Reben aus den Jahren 1982, 1983 und 2019. Im unteren, steilen und terrassierten Abschnitt wachsen 2019 gepflanzte Pinot-Noir-Massale-Selektionen aus der Côte d’Or. Der Vogelsang-Riesling wird vollständig selektiv von Hand in kleinen Kisten gelesen und spontan in großen Holzfässern vergoren.
Geschichte und Jahrgang 2021
Christmann erwarb seine Parzellen in Vogelsang 2017. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden Weine der Lage an den bayerischen Königshof geliefert und in Gedichten erwähnt. Später lag das Gelände als mögliches Bauland brach, bevor ein Schutzstatus die Entwicklung verhinderte. Für den Vogelsang-Riesling des Jahrgangs 2021 nennt Christmann den 8. und 15. Oktober als Lesetermine, eine Abfüllung im Juli 2022 und einen Alkoholgehalt von 12,5 Prozent.