Mandelberg


Mandelberg in Neustadt an der Weinstraße

Der Lagenname Mandelberg ist in der Pfalz mehrfach belegt. Für die Stadtgrenzen von Neustadt an der Weinstraße ist er in offiziellen Lagenverzeichnissen nicht durchgängig als eigenständige Einzellage ausgewiesen. Die folgende Beschreibung bezieht sich auf Mandel-typische Hanglagen am Haardtrand innerhalb der Neustadter Gemarkungen und spiegelt die standortprägenden Faktoren dieser Topographie wider.

Geografische Lage

Die Lage liegt am Übergang vom Pfälzerwald zur Rheinebene (Haardtrand) auf den unteren bis mittleren Hängen oberhalb der Neustadter Ortsteile. Expositionen sind überwiegend süd bis südost, mit Neigungen meist zwischen 5 und 25 %. Die Höhenlage bewegt sich typischerweise zwischen etwa 120 und 220 m ü. NN. Der Pfälzerwald schirmt Westwinde ab, Kaltluft kann nachts in die Ebene abfließen; die Hanglage sorgt für gute Durchlüftung.

Besonderheiten des Terroirs

Geologisch dominieren Verwitterungsmaterial des Buntsandsteins vom Haardtrand und darüber gelagerte Löss- und Lösslehmdecken. In Teilbereichen treten kalkhaltige Komponenten (Mergel, Kalksandstein- und Geröllanteile) auf. Die Böden sind mittel- bis tiefgründig, gut drainiert, mit mittlerem bis höherem Skelettanteil; Wasserhaltevermögen von mittel bis gut. Reaktionswerte reichen von schwach sauer (sandsteinbetont) bis neutral/leicht alkalisch (bei Kalkanteil). Die rasche Erwärmung der sandig-lehmigen Oberböden begünstigt eine zügige Reife bei stabiler Nährstoffversorgung.

Klimatische Bedingungen

Das Klima ist mild und trocken-warm im Regenschatten des Pfälzerwaldes. Die Vegetationsperiode ist lang mit frühem Austrieb und oft ausgedehnten Herbsten. Jahresniederschläge liegen in der Regel um 600–650 mm, Sonnenscheindauern häufig bei 1 800–1 900 h. Tag-Nacht-Amplituden bleiben moderat; die Hanglage fördert Abtrocknung nach Niederschlägen und reduziert Krankheitsdruck. Spätfrostgefahr ist aufgrund der Kaltluftabfuhr gering bis moderat.

Typische Charakteristik der Weine

Aus sandstein- und lössgeprägten Parzellen entstehen meist klar strukturierte, reife, aber nicht überladene Weine mit prägnanter, reifer Säure. Bei kalkhaltigen Anteilen zeigen Rieslinge häufig eine straffe, salzige Kontur und gelbfruchtige, kräuterwürzige Aromatik. Burgundersorten ergeben in der Regel feinfruchtige, ausgewogene Weine mit guter Textur und moderatem Alkohol. Spätburgunder von sandsteinreicheren Böden zeigt tendenziell rote Frucht und feinkörniges Tannin.

Rebsorten

Für eine eigenständig abgegrenzte Einzellage „Mandelberg“ innerhalb Neustadts liegen keine verlässlichen flächenscharfen Rebsortendaten vor. In den vergleichbaren Mandel-Hanglagen am Haardtrand dominieren jedoch Riesling sowie Burgundersorten (Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder). Punktuell sind Chardonnay und aromatische Sorten wie Traminer oder Muskateller vertreten, abhängig vom Betrieb und der genauen Bodenauflage.
Orte   Neustadt an der Weinstraße
Anbaugebiet   Pfalz
Land   Deutschland

Große Weine –
Perfekt gelagert

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