Michelsberg – Weinlage in Bad Dürkheim
Die Einzellage Michelsberg liegt in
Bad Dürkheim (Bereich Mittelhaardt–Deutsche Weinstraße, Pfalz) am östlichen Rand des Pfälzerwalds. Die Rebanlagen ziehen sich als Hanglagen oberhalb des Stadtgebiets über den Michaelsberg, direkt oberhalb des Wurstmarkt-Geländes. Die Exposition ist überwiegend ost- bis südostgerichtet, lokal auch südlich; die Höhenlagen reichen etwa von 120 bis 220 m ü. NN mit sanft bis mäßig geneigten Partien.
Terroir
Der Untergrund wird von Buntsandstein des Haardtrands geprägt. Daraus entstanden sandige bis sandig-steinige Verwitterungsböden, häufig mit Löss- und Lösslehmauflagen in den tieferen, colluvialen Zonen. Die sandig-steinigen Bereiche erwärmen sich schnell und sind gut drainiert; Lösslehm bringt mittlere bis gute Wasserhaltekapazität. Die Durchwurzelbarkeit ist in der Regel hoch, das Nährstoffangebot moderat.
Klima
Das Klima ist warm und trocken durch den Regenschatten des Pfälzerwalds (niedrige bis mittlere Jahresniederschläge, hohe Sonnenscheindauer). Die Hanglage ist vor Westwinden geschützt; Kaltluftabfluss in die Rheinebene mindert Staunässe und Frostgefährdung in den mittleren Lagen. Die lange Vegetationsperiode ermöglicht eine zuverlässige physiologische Reife, bei nächtlicher Abkühlung bleibt die Säurestruktur erhalten.
Typische Ausprägungen und Rebsorten
Aus den warmen, teils sandigen Böden entstehen häufig fruchtbetonte, klar konturierte Weißweine mit präziser Säure; Lössanteile fördern vollere Typen. Riesling liefert in der Regel Zitrus- und Steinobstprägung mit kräuteriger Würze und straffer Säure. Burgundersorten (Weiß- und Grauburgunder) zeigen reifes Kernobst, moderate Säure und feine Textur. In begünstigten Lagen reift Spätburgunder zuverlässig mit roter Frucht und feinkörnigem Tannin.
Rebsorten: Schwerpunkt Riesling; verbreitet sind zudem Weißburgunder und Grauburgunder. Für Rotwein stehen vor allem Spätburgunder, in Teilen auch Dornfelder. Weitere regionale Sorten wie Scheurebe oder Kerner sind möglich, stehen jedoch mengenmäßig meist nachrangig.