Ostritz


Geografische Lage

Ostritz liegt im Osten des Freistaates Sachsen im Landkreis Görlitz, unmittelbar an der Lausitzer Neiße und damit an der Grenze zu Polen. Die Stadt befindet sich zwischen Görlitz und Zittau in einem von Fluss und Talhängen geprägten Abschnitt. Südlich des Stadtkerns liegt das Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal; an den süd- bis südwestexponierten Hängen oberhalb des Flusses befinden sich die historischen und reaktivierten Rebflächen (Klosterberg).

Klima und Auswirkungen auf den Weinbau

Das Klima ist im Übergang zwischen maritim und kontinental, mit relativ warmen Sommern, teils kalten Wintern und Jahresmitteltemperaturen um 9–10 °C. Die Niederschläge sind mäßig verteilt, die Vegetationsperiode profitiert von guten Sonnenscheinstunden. In Tallagen besteht Spätfrostgefahr im Frühjahr; an den geneigten, gut durchlüfteten Hängen fließt Kaltluft jedoch ab. Die Nähe der Lausitzer Neiße mildert Temperaturspitzen leicht, Trockenmauern und steinige, rasch erwärmende Böden speichern Tageswärme. Für den Weinbau bedeutet dies: eine eher lange, kühle Reife mit betonter Säure, moderaten Mostgewichten und klarer Aromatik; in warmen Jahren sind vollere, fruchtbetontere Weine möglich, in kühleren Jahren entstehen zarte, schlanke Stile.

Rebsorten und Stilistik der Weine

In und um Ostritz, insbesondere am Kloster St. Marienthal (Weinlage Klosterberg), sind sächsisch-typische weiße Sorten verbreitet. Dazu zählen Riesling, Müller-Thurgau (Rivaner), Weißburgunder und Grauburgunder; stellenweise wird auch Traminer angebaut. Für Rotwein kommt vor allem Spätburgunder zum Einsatz. Die daraus entstehenden Weine sind überwiegend trocken bis feinherb ausgebaut, zeigen eine frische Säure, moderate Alkoholgrade und präzise, kühle Frucht; Rotweine fallen eher hell und fein strukturiert aus. Diese Charakteristik entspricht den klimatischen Bedingungen des nordöstlichen sächsischen Anbaugebiets.

Historisches

Das Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal wurde 1234 gegründet und ist eines der ältesten kontinuierlich bewohnten Frauenklöster Deutschlands. Weinbau ist am Klosterberg seit dem Mittelalter belegt, wurde über die Jahrhunderte mehrfach unterbrochen und nach politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts in den 1990er Jahren wiederbelebt. Ostritz war historisch vom Grenz- und Flusshandel an der Lausitzer Neiße geprägt, was die klösterliche Kulturlandschaft mit prägte.

Weinlagen

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