Käsberg


Käsberg in Hessigheim

Die Lage Käsberg liegt am rechten Neckarufer bei Hessigheim und schließt an die Steilhänge der Hessigheimer Felsengärten in Richtung Mundelsheim an. Der Hangzug fällt in Terrassen steil zum Fluss ab und ist überwiegend nach Süden bis Südwesten exponiert. Höhenlagen bewegen sich etwa zwischen 180 und 300 m ü. NN; die Neigungen reichen in den Steilstücken deutlich über 40 %.

Geografische Lage

Der Käsberg besetzt den warmen Neckarbogen zwischen Hessigheim und Mundelsheim im Landkreis Ludwigsburg. Der Flussfuß, die süd- bis südwestliche Ausrichtung und die dichten Terrassierungen mit Trockenmauern prägen das Relief. Die unmittelbare Flussnähe begünstigt eine schnelle Erwärmung im Frühjahr und verlängert die Vegetationsperiode.

Terroir

Geologisch dominiert Muschelkalk der Trias, lokal auch dolomitische Partien. Die Böden sind flach- bis mittelgründige, stark skelettreiche Rendzinen und Pararendzinen mit hohem Kalkgehalt, in Terrassenabschnitten mit Kalkschuttauflage. Sie sind gut drainiert, erwärmen sich rasch und speichern durch Steinanteil und Trockenmauern viel Wärme; die nutzbare Feldkapazität ist gering, weshalb in trockenen Perioden Wasserstress auftreten kann. In höher gelegenen oder weniger steilen Partien treten teils Löss- oder Feinbodenauflagen hinzu, die die Wasserspeicherung leicht erhöhen.

Klima

Das Neckartal erzeugt ein warmes, windgeschütztes Mesoklima mit hoher Sonnenscheindauer. Der Fluss reflektiert Strahlung und wirkt temperaturmildernd, Trockenmauern verstärken die Wärmeakkumulation. Kaltluft kann über die Terrassen abfließen; Spätfrostgefahr ist reduziert. Der Jahresniederschlag liegt im regionalen Mittel bei etwa 650–750 mm, Sommermonate sind häufig trocken. Die Reifephase ist lang, die Tag-Nacht-Amplituden sind durch die Tallage moderat.

Typische Charakteristik

Aus den warmen, kalkgeprägten Steillagen entstehen bei den roten Sorten häufig körperreiche, würzige Weine mit fester, kalkgeprägter Tanninstruktur und dunkelfruchtigen Aromen, insbesondere bei Lemberger. Weißweine von kalkreichen, kargen Terrassen zeigen meist eine präzise, kühle Frucht, ausgeprägte Säurestruktur und eine salzige, steinige Note; dies gilt besonders für Riesling. In trockenen Jahren sind konzentrierte, zugleich straffe Stilistiken typisch.

Rebsorten

Im Käsberg-Umfeld der Neckarsteillagen sind Lemberger (Blaufränkisch) und Trollinger die wichtigsten roten Sorten; verbreitet sind zudem Schwarzriesling und Spätburgunder. Bei den weißen Sorten ist Riesling etabliert, daneben finden sich Weißburgunder, Grauburgunder und Kerner. Die Rebsortenverteilung spiegelt die warmen, kalkbetonten Steillagen wider, mit Lemberger als profilgebender Sorte für kräftige Rotweine.
Orte   Hessigheim, Mundelsheim
Anbaugebiet   Württemberg
Land   Deutschland

Große Weine –
Perfekt gelagert

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