Lage und Geografie
Das Kirchenstück liegt direkt hinter der Kirche am westlichen Ortsrand von Forst im Anbaugebiet Pfalz. Die Weinlage umfasst etwa 3,67 Hektar und befindet sich auf 120 bis 140 Metern Höhe. Sie ist nach Osten bis Südosten ausgerichtet und weist eine sanfte Neigung von etwa 5 bis 10 Prozent auf.
Mikroklima und Böden
Sandsteinmauern und Gebäude speichern tagsüber Wärme. Dadurch entsteht am Abend eine warme, trockene Luftströmung, die Feuchtigkeit und kalte Luft abführt. Die Böden bestehen aus Sandstein und verwittertem Sandstein, Basalt, Kalksteinschutt, sandigem Lehm, Ton und Lehm. In Teilen der Lage liegt etwa zwei Meter unter der Oberfläche eine wasserhaltende Kalksteinschicht.
Rebsorte und Weinstil
Im Kirchenstück ist Riesling dokumentiert. Die dort erzeugten Weine werden als saftig, mineralisch und komplex beschrieben und sind für lange Reifung geeignet. Der VDP klassifiziert das Kirchenstück in Forst als VDP.GROSSE LAGE®; diese Einstufung ist eine VDP-Klassifikation und keine gesetzliche deutsche Weinbezeichnung.
Historische Einordnung
Die Lage war früher unter dem Namen Kirchenbuckel bekannt und gehörte zu Beginn des 19. Jahrhunderts dem Fürstbistum Speyer. Im Jahr 1830 erhielt das Kirchenstück in der genannten bayerischen Bodenschätzung die Bodenbonitätsklasse 65, die höchste dort verzeichnete Klasse. In der bundesdeutschen Bewertungsverordnung ist Forster Kirchenstück als weinbauliche Bewertungsreferenz W 41.29 für den Katasterbereich Hinter der Kirche im Landkreis Bad Dürkheim aufgeführt.