Ort · Saale-Unstrut

Laucha an der Unstrut

Lage und Landschaft

Laucha an der Unstrut liegt an der Unstrut in Sachsen-Anhalt und gehört zur Weinbauregion Saale-Unstrut. Die Unstrut bildet die nördliche Grenze der Stadt. Beiderseits des Flusstals erheben sich Hügel: An den Nordhängen liegen Weinberge und Obstgärten, während die Südhänge überwiegend bewaldet sind.

Böden und Klima

In den unteren Bereichen der Hügel steht Muschelkalk an, darüber Buntsandstein. Laucha wird als Ort mit mildem Klima beschrieben. Die Weinbauregion ist durch vergleichsweise geringe Niederschläge, lange Vegetationsperioden, sonnige Tage und kühle Nächte geprägt. Wegen der Gefahr starker Winter- und Frühjahrsfröste werden Weinberge bevorzugt an geschützten Stellen und an Südhängen angelegt.

Weinbau in Laucha

Die Nordhänge oberhalb der Unstrut werden für den Weinbau genutzt. Im Ortsteil Dorndorf, der 1950 nach Laucha eingemeindet wurde, wird an den umliegenden Hügeln Wein angebaut. Dazu gehören die Einzellagen Dorndorfer Rappental und Burgscheidunger Veitsgrube. Das Rappental umfasst laut Einzellagenverzeichnis für 2024 eine Fläche von 60,1254 Hektar, die Veitsgrube 5,6961 Hektar.

Rappental und Weintradition

Das Dorndorfer Rappental liegt an der Unstrut unterhalb der ehemaligen Fliegerschule. Die Lage weist sehr steile, nach Süden ausgerichtete Hänge und verwitternden Muschelkalk auf; eine regionale Angabe nennt eine Neigung von etwa 55 Grad. Für dort erzeugten Wein sind ein ausgeprägter mineralischer Charakter sowie beim dokumentierten Grauburgunder Noten von Pfirsich, Birne und Honig beschrieben. Laucha wurde 1124 erstmals urkundlich erwähnt, der erste Nachweis für Weinbau im Lauchaer Raum stammt aus dem Jahr 1402.

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland